Ausbildung

Bei uns kann die Segelfluglizenz und darauf aufbauend die Klassenberechtigung Reisemotorsegler erworben werden. Die Lizenz für Segelflugzeugführer wird unbefristet erteilt. Mit der Ausbildung beginnen darf man nur, wenn man von einem Fliegerarzt ein Tauglichkeitszeugnis ausgestellt bekommt.  Weitere Auskünfte erteilt unser Ausbildungsleiter.

Im Folgenden möchten wir über die beim Segelflugverein Aschendorf-Herbrum e.V. mögliche Ausbildung zum Segelflugzeugführer informieren. Diese wird kostenlos von ehrenamtlichen Fluglehrern durchgeführt und besteht aus zwei wesentlichen Bestandteilen, der theoretischen Ausbildung und der praktischen Flugausbildung.

Die Ausbildung beginnt in der Regel mit dem praktischen Teil, den Schulflügen. Vom ersten Start an sitzt der Flugschüler dabei auf dem Pilotensitz und der Fluglehrer hinter bzw. neben ihm. Bei den ersten Starts ist der Fluglehrer derjenige, der das Flugzeug fliegt, aber nach und nach überläßt er dem Flugschüler immer mehr die Steuerung des Flugzeugs. Bis zum ersten Alleinflug benötigen Flugschüler etwa 30-50 Schulstarts.

Da von November bis Ende März keine praktische Ausbildung stattfinden kann, wird der Schüler in dieser Zeit auf die theoretische Prüfung und die Prüfung zum Erwerb des ebenfalls erforderlichen Funksprechzeugnisses vorbereitet.

Die theoretische Ausbildung umfasst 8 Sachgebiete:

  • Luftrecht
  • Flugfunk
  • Navigation
  • Meteorologie
  • Aerodynamik
  • Technik
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Menschliches Leistungsvermögen

Ein günstiger Einstiegszeitpunkt für die Ausbildung ist der Beginn der Flugsaison Anfang April. Bei reger Teilnahme am Flugbetrieb kann der Flugschüler damit rechnen, dass er bereits im Herbst seinen ersten Alleinflug macht, der eigentlich aus drei aufeinander folgenden Flügen besteht. Nach der dritten Landung erhält der Schüler von den anwesenden Kameraden das nötige Thermikgefühl durch den traditionell kräftigen Klaps auf den Allerwertesten und offiziell die erste von drei Schwingen verliehen.

Im nachfolgenden zweiten Ausbildungsabschnitt wird der Flugschüler auf weitere einsitzige Segelflugzeuge eingewiesen und kann sein Können durch Flüge in der Umgebung des Flugplatzes und im dritten Ausbildungsabschnitt mit Flugauftrag auch weiter davon entfernt bis zur Prüfungsreife steigern. Der Schüler erhält damit die begehrte dritte Schwinge.

In der praktischen Ausbildung müssen enthalten sein:

  • mind. 20 Flugstunden, davon 10 Stunden im Alleinflug
  • mind. 60 Starts und Landungen im Segelflug, davon 20 Alleinstarts und –landungen
  • drei Landungen auf einem fremden Flugplatz
  • mind. eine Aussenlandeübung mit Fluglehrer auf einem Reisemotorsegler
  • ein 50km Überlandflug mit Flugauftrag im Alleinflug oder ein 100km Flug mit Fluglehrer

Die Ausbildung wird mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung mit drei Prüfungsflügen abgeschlossen. Je nachdem wieviel Zeit der Flugschüler aufwendet kann die Ausbildung in 2-3 Jahren abgeschlossen werden.

Danach erhält der mindestens 16-jährige Flugschüler die sogenannte Glider Pilot License (GPL), mit der er bereits als 17-jähriger fliegen und auch Gäste mitnehmen darf! Die von der deutschen Luftfahrtbehörde ausgestellte Lizenz ist fast weltweit gültig.

Weiterführende Ausbildung: Ist man erst mal fertiger Segelflieger, kann man recht einfach und preiswert die Motorsegler-Berechtigung erlangen. Damit kann man unabhängig von der Thermik auch große Strecken fliegen. Dafür haben wir in unserem Verein einen Motorsegler, auf dem wir auch ausbilden.

Bei uns im Verein ist der Flugzeugschlepp die gängige Startart. Für die Windenstartberechtigung benötigt man jeweils 5 Schulstarts mit Fluglehrer und 5 Starts im Alleinflug, dann darf man sich auch auf anderen Flugplätzen mittels einer Winde in die Luft ziehen lassen.

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